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Ultima Raka veröffentlichten in der letzten Woche ein Statement, wonach sie ihre Aktivitäten im Stadion einstellen werden.

Sport frei Energie-Fans,

auch wenn es uns verdammt schwer fällt, müssen wir euch leider verkünden, dass wir unsere Aktivitäten für unbestimmte Zeit einstellen werden. So beschissen das auch ist, so sehen wir nach Gesprächen mit anderen Akteuren über die zukünftige Ausrichtung der Cottbuser Fanszene leider keine Möglichkeit, unser Fandasein weiterhin frei nach unseren Vorstellungen auszuleben.


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Natürlich werden wir als Freunde beisammen bleiben und Energie in der bevorstehenden spannenden Zukunft begleiten, so wie es jeder andere Fan auch macht. Auch in Sachen Aktion Ehrenamt werden wir unserem Verein weiterhin treu zur Hand gehen. Denn unsere Liebe zum Verein und unsere Freundschaft kann uns keiner nehmen!

Danke für eure jahrelange Unterstützung und bis bald im Stadion!

Ultima Raka 2002 im September 2017

 

Da im Netz nun wilde Spekulationen anfingen, gab nun auch das Collectiva Bianco Rosso ein Statement ab:

Da sich die mediale Berichterstattung der vergangenen Tage mal wieder überschlägt und sich dabei permanent um die eigene Achse dreht, halten wir es an dieser Stelle für mehr als notwendig eine eigene Stellungnahme zu den Geschehnissen zu veröffentlichen. Es ist absolut nicht hinnehmbar, dass ein wirres Durcheinander aus Halbwahrheiten, Fehlinterpretationen, Spekulationen und Altlasten vergangener Tage eine solch stumpfe Berichterstattung hervorruft.
“Im Würgegriff der Neonazis” betitelt der Spiegel die Geschehnisse rund um die Einstellung aller Aktivitäten von Ultima Raka. Als Basis dient die, auf der Webseite der Gruppe veröffentlichte, Stellungnahme zur vorübergehenden Einstellung der Gruppenaktivitäten und ein in Springer-Manier verfasster Beitrag einer Potsdamer Lokalzeitung, die die benannte Stellungnahme auf ihre Art interpretierte und schwammig mit nah- und fernliegenden Ereignissen verknüpfte.
Es lag nie in unserem Interesse interne Konflikte der Fanszene nach außen zu tragen, Fakt ist jedoch folgendes:
Es gibt seit einigen Jahren immer wieder Konflikte zwischen den aktiven Fan- und Ultragruppen der Cottbuser Fanszene, welche jedoch im wesentlichen nie politischer Natur waren. Viele Jahre stand man Seite an Seite in den Gästeblöcken der Republik, von der Bundes- bis in die Regionalliga. Aufgrund aufflammender, zum Teil persönlicher, Konflikte, die sich von allen Seiten im Laufe der letzten Jahre immer wieder verkomplizierten, ergab sich bei einigen Heim- und vielen Auswärtsspielen in letzter Zeit ein schauriges Bild: kein organisierter Support und ein Bild, das alles andere als geschlossen erschien, weil alle Parteien sich immer wieder gegenseitig die Schuld in die Schuhe schoben und sich äußerst stur stellten.
Eine Lösung war nicht in Aussicht, also musste endlich ein Schlussstrich gezogen werden. Im Vordergrund dabei einzig und allein: Energie Cottbus. Keine persönlichen Interessen, keine Interessen irgendwelcher Gruppen und absolut keine politischen Auswüchse rund um den Fußball. Die permanente Berichterstattung und Reduzierung auf Rechtsradikalismus innerhalb der Szene sollte ein Ende nehmen, um der Fan- und Ultraszene endlich wieder Schwung zu verleihen.
Nach langer Funkstille setzten sich nun endlich wieder Gruppen zusammen und beschlossen den angesprochenen Schlussstrich zu ziehen, um sich endlich wieder um das wesentliche Geschehen im Stadion zu kümmern. Mehrere Fangruppen setzten sich zusammen, um endlich bestehende Konflikte aus dem Weg zu räumen.
Auch eine Zusammenarbeit mit UR, als sehr wichtigen Teil der Fanszene, wurde angestrebt, weil man schlichtweg auch keine Lust mehr auf einen weiter bestehenden Konflikt hatte. Weil Energie Cottbus wieder im absoluten Fokus stehen sollte, hing man keine Gruppenfahnen mehr auf, auch um Ruhe in die Konflikte zu bringen. Man setzte sich natürlich auch mit Ultima Raka an einen Tisch und besprach das angestrebte Vorhaben einer geschlossenen Szene, die sich endlich nicht mehr mit nervigen Konflikten beschäftigen sollte. Einzige Bedingung der Zusammenarbeit war dabei der Verzicht auf das Aufhängen einer eigenen großen Heim- und Auswärtsfahne, wobei in keinem Moment die Rede von einer zwanghaften Auflösung war. Der Ton normalisierte sich endlich wieder, nachdem sich alle Parteien ausnahmslos im gegenseitigen Ton vergriffen und kein wirklicher Dialog möglich war. Man sprach zwanglos über die verschiedenen Standpunkte und Vorhaben und letztlich entschied man sich auf UR-Seite sich dem Vorhaben nicht anzuschließen und die Aktivitäten der Gruppe einzustellen, was sich selbstverständlich zunächst auch negativ auf das Geschehen auf den Rängen auswirken wird. Hierbei stellt sich natürlich die Frage, ob UR damit die Interessen und Befindlichkeiten der eigenen Gruppe über den Zweck einer geeinten Fanszene stellt.
Die Entscheidung URs, die teils etwas schwammig in Form der Stellungnahme veröffentlicht wurde, wird nun an den verschiedensten Ecken der medialen Fantasiewelt uminterpretiert, was die aktuellen Geschehnisse massiv verzerrt. Wer den Worten von Zeitungen, die von der Fanszene so weit entfernt sind, wie Energie von der Champions League, Glauben schenken möchte, der möge dies tun. Alle anderen Anhänger sind jederzeit eingeladen mit uns in den direkten Dialog zu treten.
CBR‘02

 

Bildquelle: chemiehalle.de


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